Welches Gottesbild trägst Du unbewusst in Dir? Viele Menschen vertrauen auf Gott und erleben gleichzeitig Angst, Verzicht oder Resignation. In diesem Video geht es darum, wie unser unbewusstes Gottesbild unser Leben beeinflusst und warum vielleicht nicht Gott das Problem ist, sondern das Bild, das wir von ihm in uns tragen.

Denn, neulich ertappte ich mich bei dem Satz:

„Möge der Wille Gottes geschehen.“

Und plötzlich fragte ich mich:

Warum fühlt sich dieser Satz in diesem Moment gar nicht nach Vertrauen an – sondern eher nach Resignation?

Welches Gottesbild trage ich eigentlich in mir?

Es gibt Momente, in denen ich mich vollkommen getragen fühle. Als gäbe es eine Kraft, die mich nährt, liebt und durchs Leben führt. Eine Kraft, die möchte, dass ich lebe, wachse und meine Einzigartigkeit entfalte.

Und dann gibt es diese anderen Momente.

Wenn etwas Wichtiges bevorsteht. Ein Workshop. Ein Gespräch. Ein neues Projekt. Oder einfach ein Herzenswunsch.

Dann taucht plötzlich dieser Satz auf:

„Möge der Wille Gottes geschehen.“

Eigentlich klingt er wunderschön.

Und doch frage ich mich heute:

Was bedeutet dieser Satz in meinem Inneren wirklich?

Ist er Ausdruck von Vertrauen?

Oder verbirgt sich dahinter unbewusst etwas ganz anderes?

Vielleicht Gedanken wie:

„Meine Wünsche sind nicht so wichtig.“

„Vielleicht will Gott etwas ganz anderes.“

„Vielleicht muss ich verzichten.“

„Vielleicht muss ich leiden.“

„Vielleicht gelingt es gerade deshalb nicht.“

Mir ist bewusst geworden, dass dieser Satz manchmal gar kein Ausdruck von Vertrauen ist, sondern von Angst.

Der Angst, dass das Leben gegen mich sein könnte.

Dass Gott etwas von mir verlangt, was mir keine Freude macht.

Dass ich mich meinem Schicksal fügen muss.

Doch entspricht dieses Gottesbild wirklich meiner Erfahrung?

Wenn ich ehrlich bin: Nein.

Meine tiefsten Erfahrungen erzählen etwas völlig anderes.

Ich habe zwei Jahre lang nichts gegessen und war dennoch voller Kraft. Während meiner Reisen um die Welt hatte ich immer wieder das tiefe Gefühl, getragen zu sein. Im entscheidenden Augenblick begegneten mir die richtigen Menschen. Immer wieder erlebte ich Momente, in denen ich spürte: Ich bin Teil eines größeren Ganzen.

Ich erlebe eine Kraft, die mich immer wieder aufrichtet.

Die mich liebevoll führt.

Die mich wachsen sehen möchte.

Die mich nicht klein macht, sondern lebendig.

Vielleicht ist es deshalb an der Zeit, nicht Gott infrage zu stellen, sondern das Bild von Gott, das wir in uns tragen.

Nicht das Bild, das wir bewusst vertreten.

Sondern das, was tief in unserem Unbewussten gespeichert ist – oft geprägt durch Erziehung, Religion und kollektive Glaubensmuster. Vorstellungen, nicht gut genug zu sein, sich Liebe verdienen zu müssen oder dass Gott vor allem prüft, statt zu tragen.

Denn genau dieses innere Bild entscheidet oft darüber, ob wir voller Vertrauen unseren Weg gehen …

oder ob wir – ohne es zu merken – mit angezogener Handbremse leben.

Mich interessiert deshalb weniger die Frage:

Gibt es Gott?

Viel spannender finde ich die Frage:

Welches Bild von Gott lebt in mir?

Und dient dieses Bild wirklich dem Leben?

Vielleicht beginnt genau dort ein neuer FilmWechsel.