Gefühle und emotionale Muster zu verstehen braucht Hingabe

Sehr viele Menschen haben Angst vor ihren eigenen Gefühlen. Vielleicht kennst du das: Eine Situation ist eigentlich gar nicht so schlimm – und trotzdem reagierst du mit einer Wut, einer Angst oder einer Traurigkeit, die dich selbst überrascht.

Warum ist meine Reaktion so stark? Und warum passiert mir das immer wieder?

Um solche Reaktionen zu verstehen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen und zwischen Gefühl und Emotion zu unterscheiden.

Gefühle gehören zum Leben

Gefühle sind ein Teil unseres Menschseins. In meiner Arbeit orientiere ich mich unter anderem an den vier Grundgefühlen nach Clinton Callahan:

Wut · Angst · Freude · Trauer

Alle vier sind gleichwertig. Kein Gefühl ist besser oder schlechter als ein anderes.

Ein Gefühl möchte gefühlt werden. Es darf da sein und darf wieder gehen.

Schwierig wird es, wenn Gefühle nicht willkommen sind – besonders in der Kindheit.

Was nicht sein darf, verschwindet nicht. Es bleibt – verborgen im Unterbewusstsein und in den Körperzellen.

Gefühle und emotionale Muster verstehen

Gefühl ist nicht gleich Emotion

Für meine Arbeit ist diese Unterscheidung wesentlich:

Ein Gefühl gehört zum Jetzt. Eine Emotion trägt die Vergangenheit in sich.

Ein Gefühl entsteht im Augenblick. Eine Emotion kann entstehen, wenn ein früheres, nicht zugelassenes oder nicht vollendetes Gefühl durch eine Situation im Jetzt wieder aktiviert wird.

Dann kann unsere Reaktion viel heftiger sein, als es die aktuelle Situation erklären würde.

Denn Gefühle, die nicht sein durften, verschwinden nicht. Sie können im Inneren zu einem Monster werden, vor dem wir uns selbst fürchten.

Unvollendete Gefühle können in uns zum Monster wachsen, wenn Gefühle und emotionale Muster ungeachtet bleiben

Wenn Altes im Jetzt auftaucht

Vielleicht sagt jemand heute einen Satz – und plötzlich bist du wütend, verletzt oder bekommst Angst.

Du fragst dich:

„Warum reagiere ich denn jetzt so? Das ist doch gar nicht so schlimm.“

Vielleicht geht es in diesem Moment nicht nur um das, was gerade geschieht.

Eine Situation im Jetzt kann etwas aus der Vergangenheit berühren. Das damalige, nicht ausgedrückte oder nicht vollendete Gefühl kann sich wieder melden – als Emotion.

Vielleicht bist du deshalb nicht einfach „ein wütender Mensch“.

Du bist kein Monster.

Vielleicht ist gerade Wut da. Und vielleicht ist diese Wut älter als die Situation, in der sie auftaucht.

Wenn du beginnst, deine Gefühle und emotionalen Muster zu erkennen und willkommen zu heißen, entsteht Raum für Veränderung.

Gefühle und emotionale Muster aufdecken und befreien mit Katalin Fáy

Emotionale Heilung

Wenn eine alte Emotion auftaucht, geht es nicht darum, sie einfach wegzumachen.

Das damalige, unvollendete Gefühl darf heute ausgedrückt, durchlebt und bezeugt werden.

Nicht die Geschichte wird bestätigt. Das Gefühl wird bestätigt.

So kann das, was damals keinen Ausdruck finden konnte, heute vollendet werden und Platz machen für das, was jetzt tatsächlich da ist.

Eine solche emotionale Heil-Session kann im Rahmen einer Lebens-FilmWechsel®-Session entstehen oder als eigene Session stattfinden.

Wenn du deine Gefühle und emotionalen Muster erkennen möchtest

Wenn bestimmte Situationen oder Beziehungen immer wieder ähnliche Reaktionen auslösen, lohnt sich ein genauerer Blick:

Was geschieht hier eigentlich in mir?

Was gehört wirklich zu diesem Augenblick – und was kommt aus meiner Vergangenheit?

Die Lebens-FilmWechsel®-Methode kann dabei helfen, die eigenen Wahrnehmungen, Bedeutungen und Muster bewusster zu erkennen.

Mehr über die Lebens-FilmWechsel®-Methode

Vielleicht musst du deine Gefühle nicht in den Griff bekommen.

Vielleicht lohnt es sich, genauer hinzuschauen, was sie dir zeigen.