Der Preis einer Entscheidung ist, dass wir auf etwas anderes verzichten.
Wir können nicht alles gleichzeitig haben.
Nicht alles gleichzeitig tun.
Nicht alle Wege gleichzeitig gehen.
Ich bin vor Kurzem selbst in diese Falle getappt.
Ich wollte alles gleichzeitig machen.
Und entsprechend gestresst war ich.
Irgendwann habe ich mich entschieden:
Jetzt konzentriere ich mich auf eine Sache.
Ich mache mein Video fertig.
Doch sofort meldete sich eine andere Stimme:
„In diesem Moment entscheidest du dich nicht für mehr Lebensqualität.“
Das stimmte sogar.
Zumindest kurzfristig.
Gleichzeitig hoffte ich, dass genau diese Entscheidung langfristig zu mehr Lebensqualität beitragen würde.
Dann tauchte noch eine weitere Frage auf:
Wer sagt eigentlich, dass dieses „langfristig“ überhaupt kommt?
Was ist, wenn morgen alles vorbei ist?
Was ist, wenn ich morgen sterbe?
Dann habe ich von diesem späteren Gewinn nichts mehr.
Seitdem beschäftigt mich eine andere Frage:
Was ist gerade wirklich stimmig?
Was dient dem Leben jetzt?
Und was dient ihm langfristig?
Denn wir investieren oft in eine Zukunft, von der wir nicht wissen, ob sie jemals kommt.
Und gleichzeitig leben wir immer nur diesen einen Moment.
Wie gehst du mit diesem Spannungsfeld um?